Grundpfandvertrag (Schuldbrief)

Sicherung von Hypotheken durch Schuldbriefe.

Das Wichtigste in Kürze

Sie wollen ein Haus kaufen oder bauen? Dann brauchen Sie fast immer einen Schuldbrief für die Bank.

Basis: Ohne Schuldbrief keine Hypothek. Er ist der "Schlüssel" zum Bankkredit.

Modern: Wir setzen auf digitale Register-Schuldbriefe – sicher, günstig und unmöglich zu verlieren.

Recycling: Einmal errichtet, kann der Schuldbrief für immer neue Hypotheken wiederverwendet werden.

Sicherheit: Er gibt der Bank das Recht, das Haus zu verwerten, wenn Zinsen nicht bezahlt werden.

Was ist ein Schuldbrief?

Der Schuldbrief ist ein Wertpapier, das zwei Funktionen hat: Er ist der Beweis für eine Forderung (Sie schulden Geld) und gleichzeitig das Pfandrecht (die Bank darf Ihr Haus als Sicherheit nehmen). In der Schweiz läuft fast jede Immobilienfinanzierung über Schuldbriefe.


Papier vs. Register: Die Revolution

Früher gab es den Papier-Schuldbrief. Wer ihn verlor, hatte ein riesiges Problem (Kraftloserklärung durch Gericht). Heute ist der Register-Schuldbrief der Standard. Er existiert nur als Eintrag im Grundbuch. Er ist sicherer (kann nicht gestohlen werden), günstiger (keine Lagerkosten) und einfacher zu übertragen (per Mausklick statt Postversand). Wir empfehlen fast immer die Umwandlung alter Titel in Registerschuldbriefe.


Wie entsteht er?

Die Errichtung braucht eine öffentliche Beurkundung beim Notar. Wir erstellen die Urkunde, Sie unterschreiben. Dann melden wir den Schuldbrief beim Grundbuchamt an. Sobald er eingetragen ist, verpfänden Sie ihn an Ihre Bank. Die Bank zahlt dann die Hypothek aus.


Flexibilität: Der "Fahrzeugausweis" Ihrer Hypothek

Ein Schuldbrief ist nicht an eine bestimmte Bank gebunden. Wenn Sie die Bank wechseln oder die Hypothek abbezahlt haben, gehört der Schuldbrief wieder Ihnen (er ist dann "unbelastet"). Sie können ihn für die nächste Renovations-Hypothek oder bei einer anderen Bank wieder einsetzen, ohne neue Notariatskosten.


Kostenfaktor

Achtung: Die Errichtung ist nicht billig. Neben dem Notar (ca. CHF 300-600) kassiert der Kanton Bern kräftig mit (ca. 2.5 Promille der Pfandsumme). Bei einem Schuldbrief über 1 Mio. sind das schnell CHF 2'500 Staatsgebühr. Planen Sie dieses Budget ein!

Checkliste: Schuldbrief

So sparen Sie Gebühren:

1. Höhe klären Fragen Sie Ihre Bank, wie hoch die Schuldbriefe genau sein müssen (oft höher als der Kredit, für "Reserve").

2. Altlasten prüfen Gibt es auf dem Grundstück schon alte Schuldbriefe vom Verkäufer? Wir können diese oft kostenlos übernehmen!

3. Steuer sparen Durch Übernahme alter Titel sparen Sie die teure staatliche Errichtungsgebühr.

Häufige Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen.