Damit Ihr Wille zählt und der Familienfrieden bleibt. Wir regeln Ihren Nachlass rechtssicher – von Testament und Erbvertrag bis zur Testamentsvollstreckung.
Das Wichtigste in Kürze
Das Erbrecht regelt, wer Ihr Vermögen erhält, wenn Sie nicht mehr sind. Ohne Regelung gilt das Gesetz – und das entspricht selten den modernen Lebensrealitäten.
Sicherheit schaffen
Mit einem Testament oder Erbvertrag verhindern Sie Streit und sichern Ihre Liebsten ab – besonders unverheiratete Partner.
Individuelle Lösungen
Patchwork-Familien, Konkubinat oder kinderlose Ehepaare benötigen massgeschneiderte Regelungen, da das Gesetz sie oft benachteiligt.
Klarheit & Form
Formfehler machen Testamente ungültig. Wir sorgen für rechtssichere Formulierungen und die korrekte öffentliche Beurkundung.
Schnelle Abwicklung
Im Todesfall kümmern wir uns um Erbenscheine, Inventare und die Erbteilung, damit die Erben entlastet sind.
Gesetzliche Erbfolge vs. Regelung beim Notar
Ohne Regelung (Gesetz)
Konkubinat: Partner erben gesetzlich 0 %.
Ehepaare mit Kindern: Ehepartner teilt das Erbe 50 / 50 mit den Kindern.
Ehepaare ohne Kinder: Eltern oder Geschwister erben automatisch 25 % mit.
Mit Testament oder Erbvertrag
Meistbegünstigung: Überlebender Ehepartner erhält die gesamte Errungenschaft oder Nutzniessung am Haus.
50 % freie Quote: Pflichtteil der Kinder beträgt nur noch 1/2 (Eltern 0 %).
Klare Teilung: Verhindert Erbstreit und Zwangsverkauf des Eigenheims.
Hilfe im Todesfall: Unsere 3 Erbgang-Pakete
Paket Einfach
Aufnahme des gesetzlichen Nachlass-/Steuerinventars und Einreichung beim Regierungsstatthalteramt.
Das Testament ist der Klassiker der Nachlassplanung. Sie können es handschriftlich verfassen oder öffentlich beurkunden lassen. Das öffentliche Testament bietet höchste Sicherheit: Es wird von uns geprüft, beurkundet und sicher verwahrt. So stellen Sie sicher, dass es nicht verschwindet, unleserlich ist oder aufgrund von Formfehlern angefochten wird.
Im Testament können Sie Erben einsetzen, Vermächtnisse ausrichten (z.B. einen bestimmten Geldbetrag an eine Person) oder Teilungsvorschriften erlassen ("Meine Tochter erhält das Haus").
Der Erbvertrag ist eine bindende Vereinbarung zwischen dem Erblasser und den Erben. Er bietet mehr Spielraum als ein Testament, erfordert aber das Einverständnis aller Beteiligten. Typische Anwendungsfälle sind der Erbverzicht von Kindern zugunsten des überlebenden Elternteils oder die gegenseitige Meistbegünstigung von Ehegatten. Ein Erbvertrag muss zwingend öffentlich beurkundet werden.
Viele Eltern möchten ihren Kindern schon zu Lebzeiten Vermögen übertragen, etwa zur Finanzierung von Wohneigentum. Solche Zuwendungen gelten oft als Erbvorbezug und müssen später ausgeglichen werden. Um Streit unter Geschwistern zu vermeiden, regeln wir in einem Schenkungsvertrag klar, ob und zu welchem Wert eine Anrechnung erfolgen soll (Ausgleichungspflicht).
Nach dem Tod bilden alle Erben eine Erbengemeinschaft. Sie können nur gemeinsam entscheiden. Das führt oft zu Blockaden. Wir unterstützen Erbengemeinschaften als neutrale Urkundsperson bei der Erbteilung. Wir erstellen den Erbteilungsvertrag, der genau festhält, wer welche Vermögenswerte (Immobilien, Konten, Wertsachen) erhält und wer wen auszahlen muss.
Als Willensvollstrecker setzen wir Ihren letzten Willen durch. Wir entlasten die Trauerfamilie von bürokratischen Aufgaben: Wir kündigen Verträge, bezahlen Rechnungen, erstellen die Steuererklärung per Todestag, verwalten das Vermögen und führen schliesslich die Erbteilung durch. Eine professionelle Willensvollstreckung vermeidet Konflikte und sorgt für eine speditive Abwicklung.
Im Kanton Bern muss in der Regel nach jedem Todesfall ein Steuerinventar erstellt werden. Dies dient der Veranlagung der Erbschaftssteuer. Der Notar ist für die Erstellung des Steuer-, Erbschafts- oder öffentlichen Inventars zuständig. Er holt die notwendigen Informationen und Belege ein und reicht alles fristgerecht bei den Behörden ein.
Ein Erbschaftsinventar wird erstellt, wenn z.B. ein Erbe minderjährig oder ohne Vertretung dauernd abwesend ist. Zudem kann dies auch ein Erbe oder die Erwachsenenschutzbehörde verlangen. Wichtig zu wissen ist beim Erbschaftsinventar, dass die Ausschlagungsfrist von 3 Monaten erst nach der Erstellung des Inventars beginnt. Beim Steuerinventar beginnt die Ausschlagungsfrist mit der Kenntnisnahme des Todesfalls. Dies gibt den Erben die Gelegenheit, eine fundierte Entscheidung anhand des Inventars zu treffen.
Der Erbenschein ist der "Legitimationsausweis" der Erben. Banken, Versicherungen und das Grundbuchamt verlangen ihn, bevor sie Zugriff auf Konten gewähren oder Immobilien umschreiben. Im Kanton Bern erstellt der Notar den Erbenschein. Er ermittelt die gesetzliche Erbfolge und berücksichtigt dabei evtl. vorhandene Verfügungen von Todes wegen (Testamente und Erbverträge).
Wenn unklar ist, ob der Verstorbene Schulden hatte, kann ein öffentliches Inventar verlangt werden. Dabei werden Gläubiger öffentlich im Amtsblatt aufgefordert, ihre Forderungen anzumelden. Versäumt ein Gläubiger diese Frist, kann er die Forderung (mit Ausnahmen) später nicht mehr geltend machen. Das schützt Erben vor der Haftung für unbekannte Schulden.
Jeder Erbfall ist anders. Wir bieten Ihnen massgeschneiderte Beratung: Von der Annahme oder Ausschlagung der Erbschaft über die Auslegung von Testamenten, die Erbschaftsverwaltung und Nachlassabwicklung bis hin zur komplexen Unternehmensnachfolge. Wir stehen Ihnen als kompetente Ansprechpartner im Berner Oberland zur Seite.
Die Kosten für notarielle Dienstleistungen im Erbrecht sind im Kanton Bern durch die Gebührenverordnung geregelt. Sie hängen oft von der Art des Geschäfts, dem Zeitaufwand oder dem Vermögenswert ab.
Wir legen grossen Wert auf Kostentransparenz. Nutzen Sie unseren Online-Rechner, um eine erste Einschätzung der anfallenden Gebühren für Testamente, Erbverträge und mehr zu erhalten.
Checkliste: Das sollten Sie vorbereiten
Für eine effiziente Beratung im Erbrecht helfen uns folgende Unterlagen:
Personenstand
Familienausweis (früher Familienbüchlein) und Ausweis über den registrierten Familienstand.
Erben
Liste der Verwandten (Kinder, Eltern, Geschwister).
Vermögen
Grobe Übersicht über Aktiven (Immobilien, Bankwerte) und Schulden.
Vorherige Verfügungen
Alte Testamente oder Erbverträge (falls vorhanden).
Häufige Fragen
Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Das ist in der Schweiz sehr schwierig. Kinder und Ehepartner haben Anspruch auf einen sogenannten Pflichtteil. Diesen können Sie ihnen nur in extremen Ausnahmefällen (z.B. bei schweren Straftaten gegen Sie) entziehen. Wir berechnen für Sie, wie gross die "freie Quote" ist, über die Sie frei verfügen können.
Dann gilt die gesetzliche Erbfolge. Das Vermögen geht an den Ehepartner und die Kinder. Sind kein Ehepartner und keine Kinder da, erben die Eltern oder Geschwister. Das ist oft nicht das, was unverheiratete Paare oder Patchwork-Familien wollen. Ohne Testament geht der Lebenspartner leer aus!
Nein, Sie können es auch komplett von Hand schreiben (Datum und Unterschrift nicht vergessen!). Aber: handschriftliche Testamente sind oft unklar formuliert, werden von Erben angezweifelt oder – schlimmer noch – nach dem Tod gar nicht erst gefunden. Das öffentliche Testament beim Notar bietet hier maximale Sicherheit.